Für Veränderungen der äußeren Nase stehen verschiedene OP-Techniken zur Auswahl. Grundsätzlich wird zwischen der offenen und der geschlossenen Rhinoplastik unterschieden. Bei der geschlossenen Variante liegen alle Zugänge im Naseninneren, wodurch von außen keine Spuren des Eingriffs sichtbar sind.
Geeignet ist die geschlossene Rhinoplastik unter anderem zur Begradigung eines Höckers, zur Verkleinerung der Nase sowie zur Verkürzung des Nasenstegs oder Formung einer plumpen Nasenspitze. Neben der Narbenfreiheit von außen punktet diese Technik zudem mit einer schnelleren Heilung und schnelleren Abschwellung.
Bei der offenen Technik entsteht zwar eine kleine Narbe, diese verblasst jedoch innerhalb eines Jahres so stark, dass sie kaum noch auffällt und die Methode dadurch praktisch nicht einschränkt. Allerdings dauert es etwas länger, bis die Nase vollständig abgeschwollen ist.
Wie stark diese Schwellung wahrgenommen wird, hängt stark vom Einzelfall ab. Wurde eine ursprünglich breite Nasenspitze verschmälert, fällt die Schwellung kaum ins Gewicht. Bei einer bereits schmalen Nasenspitze kann die leichte Schwellung dagegen bis zu drei Monate anhalten. Der Übergang zum neuen Erscheinungsbild wirkt dadurch häufig natürlicher, erfordert aber etwas mehr Geduld.
Der zentrale Vorteil der offenen Technik liegt in der vollständigen Sicht auf die Nasenspitze, also den Knorpel, der Nasengerüst und Naseneingang formt. Bei Asymmetrien, bereits erfolgten Voroperationen oder unfallbedingten Veränderungen lässt sich damit meist genauer beurteilen, welche Ursachen behoben werden müssen.
Zusätzlich erlaubt die offene Technik das präzise Einsetzen sogenannter „Grafts“, mit denen sich die Form der Nasenspitze zusätzlich verfeinern lässt.
Ob letztlich die geschlossene oder die offene Technik zum Einsatz kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt, nachdem er Ihnen die Möglichkeiten beider Verfahren ausführlich erklärt hat.
Sie eignet sich vor allem für moderate Korrekturwünsche, da hierbei keine äußerlich sichtbaren Schnitte entstehen. Bei stärker ausgeprägten Veränderungswünschen ist häufig die offene Technik die passendere Wahl, da sie eine genauere Kontrolle über die Nasenspitze ermöglicht.